Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken — nicht als medizinischer Rat. Für eine Diagnose oder Behandlung sprich mit einem Arzt.
Hast du auch schon mal ungebetene Ratschläge wie „Sei doch einfach ruhig“ oder „Sei aufmerksamer“ bekommen? Oder wurdest du sogar als „faul“ abgestempelt, obwohl du dich gefangen fühlst und weißt, dass dein Zustand nicht deine Schuld ist?
Gute Nachrichten: Du hast recht. Es ist nicht deine Schuld, Kumpel. Dein Gehirn ist hier der Übeltäter.
Ich verrate dir jetzt, wie ADHS dein Gehirn beeinflusst und deinen Fokus, deine Impulskontrolle und dein Gedächtnis durcheinanderbringt.
Was ist los mit dem ADHS-Gehirn?
Kurz gesagt: ADHS ist eine neurologische Entwicklungsstörung. Es ist also kein Henne-Ei-Problem. Es wird wahrscheinlich durch Unterschiede in deinem Gehirn verursacht, die mentale Fähigkeiten wie Impulsivität, Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Emotionskontrolle beeinflussen. (1)
ADHS, dieser kleine Störenfried, beeinflusst die Stirnlappen, den Kortex, das limbische System und das retikuläre Aktivierungssystem in unserem Kopf – und sorgt zusätzlich für Hormonungleichgewichte.
Vereinfacht gesagt: ADHS = wenig Dopamin und träge mentale Aktivität. Doppeltes Pech 😬
Warum das so ist? Nun, die genaue Ursache ist noch unklar. Aber Wissenschaftler können uns die wichtigsten Aktivitäten im ADHS-Gehirn erklären.
Eine andere Art von Chemie
Wir alle haben ein Netzwerk von Botenstoffen in unserem Gehirn, auch bekannt als Neurotransmitter. Sie lassen Neuronen, die kleinen Bausteine des Nervensystems, miteinander kommunizieren. Und da gibt es zwei Haupt-Stimmungsbotenstoffe: Dopamin und Noradrenalin.
Hier wird’s bei ADHS-Gehirnen etwas knifflig. Das Dopamin-System spielt nicht ganz nach den Regeln (2). Entweder ist nicht genug von diesem Dopamin-Zeug da, oder es wird einfach verschwendet.
Die Formel ist also einfach: wenig Dopamin = schlechte Verbindung zwischen den Zellen, folglich weniger Motivation und Energie. Im Grunde fährst du ein Auto ohne Benzin, ohne Tank oder mit einem kaputten Motor.
Sagen wir mal so: Das ADHS-Gehirn wirft gerne mal einen Wutanfall, wenn ein Projekt mit knapper Deadline fertig werden muss.

Ein anderes Gehirndesign
Stell dir vor, du hast ein „Bremssystem“ in deinem Kopf, der Kortex genannt wird. Ein Teil deines Gehirns sagt dir, wann du langsamer machen sollst, wenn du zu hyperaktiv bist oder plötzlich wütend wirst. Wenn der Kortex also gut funktioniert, hast du deine Impulse im Griff.
Aber bei ADHS funktionieren diese Bremsen nicht richtig. Deshalb kannst du manchmal deine Launen nicht zügeln.
Hier ist ein weiterer Gehirnbereich mit einer kniffligen Funktion – der „Frontallappen“. Er sitzt direkt hinter deiner Stirn und ist für Konzentration, Lernen und das Erinnern von Dingen zuständig.
Spoiler: Auch er funktioniert bei ADHS-Betroffenen einfach anders. Wahrscheinlich vergisst du deshalb oft Dinge, wie dein Handy oder deine Schlüssel. Und zwar ständig.
Weit hinten im Schädel gibt es noch etwas Kleines, aber Wichtiges, das RAS (retikuläres Aktivierungssystem) genannt wird. Es ist wie der innere Wecker deines Körpers, der dir sagt, wann es Zeit aufzuwachen und wann es Zeit ist zu schlafen. Außerdem ist es derjenige, der ruft: „Konzentrier dich, Kumpel!“
Wenn es langsamer wird, bekommst du Schlafprobleme und neigst dazu, deinen Fokus in zwei Sekunden zu verlieren, wenn du dich eigentlich auf eine ernste Mission konzentrieren musst, die du auf keinen Fall vermasseln darfst.
Mit der Numo App: Dein ADHS-Begleiter, um über dich hinauszuwachsen
Du fragst dich vielleicht: „Bin ich dazu verdammt, weniger funktional zu sein als ‚Normies‘?“ Hm. Zieh noch keine voreiligen Schlüsse.
Auch wenn ADHS einige Gehirnbereiche beeinflusst, kannst du trotzdem Großartiges leisten. Zum Beispiel haben viele kreative Menschen ADHS und blühen in ihrem Alltag und ihrer Karriere auf.
Kontinuierliche Forschung zu neurobiologischen Faktoren gibt uns Hoffnung, die Herausforderungen von ADHS in Zukunft besser anzugehen. Bis dahin kann jeder ADHS-Betroffene mit Unterstützung und Strategien seine einzigartige Gehirnverdrahtung viel besser managen.
Freunde und Familie, ausgestattet mit Selbstpflegetechniken, sind definitiv eine große Hilfe. Aber der wahre Game-Changer ist Numo: Die unverkrampfte ADHS-App.
Du kannst sie als zentrale Anlaufstelle für alles nutzen, um mit ADHS umzugehen. Schauen wir mal, was wir haben:
- Smarte Tools zum Planen und Organisieren – sag dem täglichen Chaos Lebewohl!
- Ein statischer Rauschgenerator sorgt für einen ruhigen Hintergrund, der dir hilft, dein mentales Rauschen zu klären.
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Spannend, oder?
Begib dich auf eine Reise, um die Hürden zu überwinden, die dich zurückhalten!
Quellen
1. The Lancet Psychiatry. Subcortical brain volume differences in participants with attention deficit hyperactivity disorder in children and adults: a cross-sectional mega-analysis.
2. Neuropsychiatric Disease and Treatment Journal. Attention-deficit-hyperactivity disorder and reward deficiency syndrome.


